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Ausstellungen 2010

Informationen zu den einzelnen Ausstellungen:


 



 

Julia Horstmann

»Klirren«

24. Januar – 14. März

 

Julia Horstmanns (geb.1974 in Hamburg, lebt in Berlin) Interesse gilt dem Raum, seinen sozialen und psychologischen Wirkungen, seinen architektonischen und städtebaulichen Konstellationen.

Der Rückgriff auf historische Vorbilder der Moderne dient ihr dazu, zeitgenössische Phänomene zu überprüfen und gleichzeitig beides miteinander zu verschränken. Aus sehr unterschiedlichen Einzel-elementen wie Scherenschnitten, Wand-zeichnungen, verglasten Paravents und Diaprojektionen gestaltet sie Ensembles, die nicht mehr zu einem homogenen Gesamtraum zusammengefasst werden können. Räume werden umgestaltet, abgebildet oder zitiert, Raumlücken bilden Leerstellen und lassen die Besucher zu Akteuren in szenischen Bildern werden. Den Rahmen für diese Inszenierung bildet der Pavillon der Overbeck-Gesellschaft, der 1930 im Stil der klassischen Moderne errichtet wurde.
 
 
"Ausreißer", 2009, Holz lackiert, Glas, Courtesy Galerie Christian Nagel/Julia Horstmann
 

Julia Horstmann, "CRASH!BOOM!BANG! / Chinesische Mauer Teil 3", 2009, Holz, Lack, verspiegeltes
Fassadenglas, Courtesy Galerie Christian Nagel/Julia Horstmann, Foto: Daniel Berwanger
 

 

Kahn & Selesnick

»Eisbergfreistadt«

11. April – 30. Mai

 

Das Projekt des New Yorker Künstlerduos Nicholas Kahn und Richard Selesnick »dokumentiert« die fiktive Geschichte eines Naturereignisses, das die Bürger von Lübeck 1923 in Aufregung versetzt. Ein riesiger Eisberg strandet an der Ostseeküste und überragt die alte Hansestadt. Es droht die Apokalypse. Doch erst ein--mal wird die Eisbergfreistadt errichtet, eine souveräne zollfreie Handelszone mit eigenem »Notgeld«. Eissegeln und Bergsteigen werden zu touristischen Attraktionen. Die Ausstellung zeigt eine in sich verflochtene Gesamtinstallation aus pseudodokumentarischen Gegenständen und Panoramafotografien, die den Lebensstil der Ära der Weimarer Republik zwischen Glamour, Armut und Inflation in Szene setzt – ein subtiler Gegenwartsbezug zwischen Finanzkrise und Klima-wandel. In Lübeck entwickelt die Geschichte ihren eigenen Reiz. Sie regt an, die Bilder der Ausstellung in der Realität der Hansestadt aufzuspüren.
 

"Eisbergfreistadt Postcard", 2009, Kahn & Selesnick, Courtesy Aeroplastics Contemporary, Brussels
 

"Ice Yachts", 2009, (Detail), Kahn & Selesnick, Courtesy Aeroplastics Contemporary, Brussels
 

 

Dan Peterman

»Was bleibt zu tun?«

4. Juli – 15. August

 

Was bleibt zu tun? »Wenn wir feststellen, dass wir tatsächlich einige Energie übrig haben, ... ist dies eine ziemlich gute Frage, um sie uns immer wieder zu stellen.« (Zitat des Künstlers)

Seit über 20 Jahren arbeitet Dan Peterman (geb. 1960 in Minneapolis, lebt in Chicago) an der Schnittstelle von Kunst, Ökologie und Ökonomie.

Sozialen Problemstellungen, Recycling und der Weiterverwertung gebrauchter Gegenstände und Materialien gilt seine besondere Aufmerksamkeit. Seine Arbeiten und Projekte sind meist von feinem Humor geprägt. Nie moralisierend sind sie vornehmlich an der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit ihrer Zielsetzungen orientiert.

Die Overbeck-Gesellschaft ist glücklich, den international sehr bedeutenden Künstler Dan Peterman für diese Ausstellung und möglicherweise für ein Projekt in Lübeck gewinnen zu können.
 
 
  

Dan Peterman, Installationsansicht Overbeck-Gesellschaft 2010, Fotos: Sven Wolf


 

Michael Hakimi

5. September – 24. Oktober

 

Die subtilen Raumwirkungen, die Michael Hakimi (geb. 1968 in Eutin, lebt in Berlin) mit seinen Installationen erzeugt, changieren zwischen Fragilität und Monumentalität. Zeitungsseiten, die eine Zimmerecke konturieren, an den Rändern verkohltes Packpapier, das einen Bergkegel im Dunst assoziieren lässt oder die Fotografie einer vergossenen Flüssigkeit auf einem Zementfußboden: die Sinnlichkeit der »armen Materialien« bildet eine erzählerische Ebene ebenso wie sie architektonisch das Verhältnis zwischen Fläche und Raum auslotet. Unversehens schlägt die zarte Tristesse in Euphorie um, wenn intensiv farbige Computerzeichnungen auf schwarzem Grund eingeschleust werden.

Michael Hakimis Arbeiten sind spannungsreich; logisch und widersprüchlich, bedeutungsvoll und rätselhaft, abstrakt und figurativ, erzählerisch und architektonisch konstruktiv.
 
 
 
Michael Hakimi, Installationsansicht Overbeck-Gesellschaft 2010, Fotos: Michael Hakimi
 

 

Estland und Lettland – zu Gast in Lübeck
»luftSchloss«
• Kadri Mälk, Piret Hirv, Kristiina Laurits, Eve Margus-Villems, Tanel Veenre, Villu Plink und Silja Saarepuu •
05. Dezember 2010– 23. Januar 2011
 
Die Verbindungen der Overbeck-Gesellschaft nach Estland und Lettland sind vielfältig. Lettland war 2009 Ziel einer Studienfahrt der Overbeck-Gesellschaft. Kontakte zu Estland bestanden schon früher. In diesen Ländern gibt es Kunstakademien mit hervorragenden Ausbildungsklassen in den verschiedenen Medien.
In Tallinn (Estland) hat sich die Goldschmiedeklasse durch ihre exzellente handwerkliche Ausbildung, gekoppelt mit einer gesamteuropäischen Formensprache, hohe Anerkennung erworben. Unter Leitung ihrer Professorin Kadri Mälk hat sich die Künstlergruppe »luftSchloss« gegründet. Sie zeichnet sich durch Installationen aus, die gattungsübergreifend Angewandte Kunst, Fotografie, Zeichnung und Videofilm verbindet.
Zu der Gruppe gehören neben Kadri Mälk die Künstler Piret Hirv, Kristiina Laurits, Eve Margus-Villems, Tanel Veenre, Villu Plink und Silja Saarepuu.
Ab dem 5. Dezember werden sie in den Räumen der Overbeck-Gesellschaft zu Gast sein.
 
Am Freitag, den 3. Dezember laden wir zu einem Abendvortrag dieser Gruppe ein.
Die Künstlerinnen und die Künstler werden in einem bilderreichen Vortrag die Spannung zwischen historisch-mythologischen Elementen und dem zeitgenössischen Anspruch der Schmuckgestaltung in Estland vorstellen.
 
Vortrag: Freitag, den 03. Dezember, 19 Uhr
              im Lübecker Dielenhaus (Fleischhauerstraße 79)
 
 
»luftSchloss«, Installationsansicht Overbeck-Gesellschaft 2010, Fotos: Mario Werder


 

Vorträge, Filme, Führungen

 


 

Die Ausstellung von Dan Peterman wird durch ein Vortrags- und Filmprogramm zu ökologischen Themen begleitet.

 


 

Zu jeder Ausstellung werden mindestens vier Führungen angeboten.

Die genauen Termine entnehmen Sie bitte den Ausstellungseinladungen, unserer Website oder der Tagespresse.