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Ausstellungen 2011

Informationen zu den einzelnen Ausstellungen:
 
13. Februar - 03. April
 
01. Mai - 12. Juni
 
03. Juli - 14. August
 
11. September - 23. Oktober
 
20. November - 15. Januar 2012
 

Overbeck-Gesellschaft

Treffpunkt für aktuelle Kunst

Im Aufruf zur Gründung der Overbeck-Gesellschaft heißt es 1918:

»Wir brauchen regelmäßige Ausstellungen von Werken der heutigen Malerei, Plastik, Graphik und angewandten Kunst, um das heranwachsende Geschlecht zu eigenem Urteil und zu verständnisvollem Genuss der Kunst heranzuziehen, (...) Ausstellungen, die nicht bescheiden nehmen, was sich gerade bietet, die sich vielmehr um das Beste bemühen, was aus dem Kunstgut unserer Zeit für uns erreichbar ist.« Diesem Anspruch fühlt sich die Overbeck-Gesellschaft bis heute verpflichtet. Nicht zuletzt deshalb wird der Kunstverein Lübeck regional und überregional als maßgebliche Institution für zeitgenössische Kunst im Norden wahrgenommen. Wie wir der geforderten Qualität gerecht werden, erleben Sie im Overbeck-Pavillon. In den vergangenen acht Jahren haben 23 der dort gezeigten Künstlerinnen und Künstler an den weltweit bedeutendsten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst teilgenommen: Der documenta, den Biennalen in Venedig und São Paulo  und der Manifesta, die junge ost- und westeuropäische Kunst vereint.
Das Jahresprogramm 2011 hält dieses internationale Niveau mit gleich vier Biennale-Teilnehmern: Miks Mitrevics und Ojars Petersons aus Lettland und Victor Man und Dan Perjovschi aus Rumänien. Und die geforderte Gattungsvielfalt bieten wir ebenfalls: Im Januar füllt noch der Schmuck aus Estland, also die Angewandte Kunst, die Räume, bevor Miks Mitrevics mit seiner Installation »Fragile Nature« ein besonderes Naturerlebnis vermittelt. Die folgende Malereiausstellung ist ausschließlich der Wirkung und Materialität der Farbe gewidmet – einem der facettenreichsten Themen des 20. Jahrhunderts – bei uns in zeitgenössischer Interpretation. Malerei, Zeichnung » ... and other Objects and Situations« folgt im Sommer, Victor Man und Dan Perjovschi zum ersten Mal gemeinsam in einer Ausstellung. Im Herbst sind subtile Beziehungen zu entdecken, wenn Zeichnungen und Grafiken, Videos und bewegte Objekte von Anett Frontzek, Akane Kimbara und Hendrik Lörper den Pavillon vibrieren lassen. Und am Ende des Jahres – die festliche Verleihung des Overbeck-Preises der Gemeinnützigen.
 
Um in dieser Zeit der Kulturetat-Kürzungen – die auch die Overbeck-Gesellschaft betreffen – weiterhin ein ambitioniertes Ausstellungsprogramm zu gestalten, sind wir auf die Unterstützung durch unsere Mitglieder und die Förderung durch  Stiftungen und Sponsoren angewiesen.

Ihnen allen danken wir dafür ganz herzlich!

 

Wir erwarten Sie im Overbeck-Pavillon und wünschen Ihnen

Anregendes, Aufregendes, Unterhaltung und Freude!
 

 

Miks Mitrevics - »Fragile Nature«

13. Februar - 03. April 

 
Fragile Nature / 2009
C-print print, heater, chairs, paper, cables, branch, binder clips, lamps, tripods,(h237x280x380); Foto: Miks Mitrevics
 

Miks Mitrevics’ (Jg. 80, lebt in Riga) Miniaturwelten offenbaren zahlreiche Themen und Perspektiven. Mit der Installation »Fragile Nature« repräsentiert er 2009 die Kunst Lettlands auf der Biennale in Venedig. Sie zeigt, auf engstem Raum, die romantische Sehnsucht heutiger Menschen nach unberührter Natur, Einsamkeit, Strand und Meer – und gleichzeitig deren Unerfüllbarkeit, da sie ununterscheidbar verwoben ist mit medial inszenierten und erzeugten Sehnsuchtsbildern. Durch die Art der Montage lässt der Künstler aus fotografischen Landschaften und natürlichen Kiefernzweigen, aus mise-en-scène und Ateliersituation eine künstliche Welt entstehen, die durch Verfremdung neue Deutungszusammenhänge der realen Welt ermöglicht.

 
Filme aus der Kunstakademie in Riga:

Zeitgleich werden Filmarbeiten von Studierenden, Absolventen und ihrem Professor Ojars Petersons gezeigt.

In Kooperation mit Norbert Weber, Kurator und Galerist.



 

oder so: Malerei konkret, abstrakt

01. Mai - 12. Juni

 
Ausstellungsansicht Overbeck-Pavillon, 2011; Foto: Mario Werder

Wo liegen die Unterschiede oder Gemeinsamkeiten, wennheute eine junge Generation von Malern und Bildhauern Arbeiten vorstellt, die Bezug nehmen auf die Konkrete Kunst der 20er oder die Analytische bzw. Radikale Malerei der 60er bis 80er Jahre des 20. Jahrhunderts? Ein neues malerisches Denken tritt damals auf, das jeden geistigen Gehalt von Kunstwerken ablehnt. Lediglich die visuelle Wirkung der Bildfläche zählt, insbesondere der Farbe, die unabhängig von aller Illusion, aller Abbildung und aller Komposition ausschließlich Material ist. In der Gruppenausstellung wird in Einzelpositionen eine Auseinandersetzung gezeigt, die unter zeitgenössischen Vorzeichen immer noch äußerst farbig, dabei witzig-ironisch und doch ernsthaft geführt wird, wie beispielhaft an den Arbeiten Martin Hoeners (Jg. 76, lebt in Frankfurt / M.) erkennbar ist. Eine vergleichende Betrachtungsweise wird durch die Gegenüberstellung mit einigen Werken aus den frühen Zeiten der Farbmalerei ermöglicht.


 

Victor Man und Dan Perjovschi - »The Painting, the Drawing and other Objects and Situations«

03. Juli - 14. August


 
Dan Perjovschi, Zeichnungen an der Fassade des Pavillons der Overbeck-Gesellschaft, Juni - August 2011
 
Victor Man (Jg. 74, lebt in Cluj) und Dan Perjovschi (Jg. 61, lebt in Bukarest) stellen 2007 auf der Biennale in Venedig aus. Victor Man reflektiert die Geschichte Rumäniens und damit verbundene Klischees. Biografisches verschmilzt in seinen Objekten, Gemälden und Installationen mit der Realität eines Landes, welches extremen gesellschaftlichen Veränderungen ausgesetzt ist. Dan Perjovschis Wandzeichnungen folgen der Sprach- und Bildwelt von politisch satirischer Karikatur und Graffiti. Einflüsse von Medien und Literatur sind in den mit wenigen Strichen und Linien ausgeführten Zeichnungen verwoben. Sie kommentieren politische Ereignisse, vermischt mit Kommentaren zu lokal sowie weltweit bedeutsamen Geschehnissen.  In seine Wandarbeit im Pavillon wird der Künstler die aktuelle Tagespresse Lübecks einbeziehen. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Kunsthalle Lingen (Ems).


 

Anett Frontzek • Akane Kimbara • Hendrik Lörper

11. September - 23. Oktober

 
Akane Kimbara »Menschenbeutel« 2009
Die Ausstellung gewinnt ihre Spannung aus der Durchdringung dreier unterschiedlicher künstlerischer Konzepte, deren Gemeinsamkeit unter anderem in der Präzision ihrer ästhetischen und thematischen Zuspitzung liegt.

Die Zeichnungen und Filmsketche der japanischen Künstlerin Akane Kimbara
(Jg. 71, lebt in Hamburg) zeigen keine realen Situationen, sondern vielmehr psychische Reaktionen auf absurde, surreale Wahrnehmungen im alltäglichen Erleben - Verunsicherungen, die jeder kennt.

Hendrik Lörper
(Jg. 77, lebt in Kiel) baut filigrane Objekte von hoher technischer Eleganz in mitunter raumgreifend begehbarem Format. Eine transparente Folie spannt sich auf, die zyklisch atmet, Papierbahnen rotieren in organischen Bewegungsabläufen, Raumsituationen werden verunklärt.

In ihren Grafiken, Zeichnungen und Papierschnitten untersucht Anett Frontzek
(Jg. 65, lebt in Dortmund) geografische und architektonische Gegebenheiten anhand vorgegebener Strukturen und Konstruktionen. Aus Seekarten der Ostsee, den Grundrissen gotischer Backsteinkirchen, z.B. der Lübecker Marienkirche oder aus Kartenblättern des Schweizerischen Bundesamtes für Kartografie entwickelt sie eigene künstlerische Realitäten.


 

Ausstellung zum »Overbeck-Preis für Bildende Kunst der Gemeinnützigen« 2011

20. November - 15. Januar 2012

Der japanische Künstler Shimabuku erhält den „Overbeck-Preis für Bildende Kunst der Gemeinnützigen“ 2011
 
 
Shimabuku »Something that Floads Something that Sinks« 2008
 

Am Montag, den 30. Mai, entschied eine Fachjury über die diesjährige Vergabe des Förderpreises für Bildende Kunst, der alle drei Jahre von der GEMEINNÜTZIGEN gestiftet wird und mit 5000,- € dotiert ist. 

Die Verleihung des Preises wird zeitgleich mit der Eröffnung einer Einzelausstellung der Werke Shimabukus im Pavillon der Overbeck-Gesellschaft am 20. November 2011 durch Antje Peters-Hirt, Direktorin der GEMEINNÜTZIGEN, vorgenommen. Die Ausstellung in der Overbeck-Gesellschaft wird bis zum 15. Januar 2012 zu sehen sein.

 

Viele Arbeiten des 1969 in Kobe / Japan geborenen und zurzeit in Berlin lebenden Künstlers basieren auf spielerischen Beobachtungen seiner Umwelt und scheinbar einfachen Ideen. Seine Ideen sammelt er meist auf Reisen oder er entwickelt sie direkt am Ort der Ausstellung. So zum Beispiel seine derzeit in der Kunsthalle Düsseldorf zu sehende Videoarbeit Shimabukus Fish & Chips. Sie entstand 2006 für die Biennale in Liverpool und wurde größtenteils unter Wasser gedreht. Shimabuku hält die Wortkombination „fish and chips“ für die poetischste der englischen Sprache und zeigt Begegnungen dieses ungleichen Paares.

Mit seinen Arbeiten war er in den letzten Jahren auf einigen der international bedeutendsten Kunstereignissen vertreten: zum Beispiel 2006 auf der Biennale in São Paulo, der Biennale in Liverpool und der Ausstellung Berlin/Tokyo in der Neuen Nationalgalerie, Berlin.

 

Der Jury gehörten neben vier Personen aus der Lübecker Kunst- und Kulturszene drei überregional bedeutende Persönlichkeiten aus der Kunstkritik, der Museums- und Kunstvereinsleitung, sowie eine bildende Künstlerin an. Aus Lübeck waren der Direktor der Museen für Kunst und Kulturgeschichte, Dr. Thorsten Rodiek, die in Lübeck lebende Künstlerin Ute Friederike Jürß, Christian Kroeger als Vertreter der GEMEINNÜTZIGEN und Marlies Behm, die künstlerische Leiterin der Overbeck-Gesellschaft Mitglieder der Jury. Ebenfalls zur Jury gehörten der Hamburger Kulturjournalist Frank Keil, die freie Kuratorin und Leiterin der Arthur Boskamp-Stiftung Dr. Brigitte Kölle und die koreanische Künstlerin Haegue Yang, die 2009 den Pavillon ihres Heimatlandes auf der Biennale in Venedig gestaltete.

 

Die letzten beiden Preisträger des Overbeck-Preis für Bildende Kunst der Gemeinnützigen waren Monica Bonvicini und Michaël Borremans.

 
 

Vorträge, Filme, Führungen

»Specialshow: Die Ameise der Kunst«
28.01. – 30.01. 2011
 
Film von Peter Sempel mit Jonathan Meese, Daniel Richter und zahlreichen weiteren internationalen Künstlern, Sammlern und Kuratoren. In der Ausstellung werden bedeutende Fotos von Peter Sempel zu sehen sein.
 
Vorführung und Gespräch mit dem Regisseur: 28.01. 2011

Wochenendausstellung der Fotos: 28.01. – 30.01. 2011

   

Zu jeder Ausstellung werden mindestens fünf Führungen von Marlies Behm (Künstlerische Leiterin), der wissenschaftlichen Assistentin und dem FKJler angeboten.

 
Die genauen Termine entnehmen Sie bitte den Ausstellungseinladungen, unserer Website oder der Tagespresse.