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Ausstellungen 2014

25. Februar - 23. März
 
 
20. Juli - 07. September

Jochen Lempert
05. Oktober - 23. November
 
06. Dezember 2014 - 11. Januar 2015

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Christoph Zellweger - Rituals of Self Design
17. November 2013 - 02. Februar 2014
 
Auf der Suche nach einem optimierten Körper, der Schönheit, Wohlstand,
Gesundheit und auch Erfolg ausdrückt, widmen sich Menschen
aus allen Schichten der Gesellschaft der Modifizierung von Körperteilen.
Mit den Fortschritten in der medizinischen Forschung und
den zunehmenden Möglichkeiten in der Chirurgie wird der Körper
zur gestaltbaren Sache, zum Luxusgegenstand, an dem geschnitten,
gesaugt, gestrafft und in den investiert wird.
In der Ausstellung werden neue Arbeiten des in Lübeck aufgewachsenen
Schweizers Christoph Zellweger vorgestellt. Der Titel Rituale des
Selbst Designs
deutet eine Reflektion menschlicher Verhaltensweisen
an und nutzt eine Analogie: den Bezug zwischen ›Heimwerken‹ (home
improvement), der Ausgestaltung und permanenten Verschönerung des
Heims und der ›Körperoptimierung‹ (body improvement), der Arbeit am
eigenen Körper, der auch Heim des Selbst ist.
Gezeigt werden verschiedene Kunstgegenstände, Fotografien und
hybride Objekte von starker Materialität und Körperlichkeit, die Fragen
nach Normierungsdruck, Wahlfreiheit, dem Altern und dem voyeuristischen
Blick der Öffentlichkeit aufwerfen. Indem Zellweger die visuelle
Sprache des Häuslichen, aber auch die des Medizinischen verwendet,
zitiert er auf kritische Weise die Sprache des Modernen Designs.
 
Christoph Zellweger (*1962 in Lübeck) lebt mit Familie in Zürich.
Er studierte am Royal College of Art in London, ist Dozent an der Hochschule
Luzern und Professor für Kunst und Design an der Sheffield
Hallam University in England
 
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>Zukunft der Vergangenheit<-Die Erneuerung von Gebäuden
der Baujahre von 1945 bis 1979 
25. Februar - 23. März  
 
Die Nachkriegszeit in Deutschland wurde geprägt von der Beseitigung
eklatanter Versorgungsdefizite, der Reparatur umfassender Kriegszerstörungen
und der Herausforderung des Wiederaufbaus. Angesichts der dabei vollbrachten
quantitativen Bauleistungen wird oft übersehen, dass auch die Baukultur in
Deutschland in jener Zeit wichtige Impulse gegeben hat.
Viele Gebäude aus diesen Jahren sind auch für die Zukunft unverzichtbar.
Allerdings sind in der Regel umfassende und grundlegende
Erneuerungen erforderlich.
Die fotographisch-dokumentarische Ausstellung zeigt sowohl in der nutzerorientierten
wie auch in der ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Zielsetzung vorbildhaft
realisierte Umbaumaßnahmen von hoher Innovation und Nachhaltigkeit,
die nach dem 1. Januar 2008 in Deutschland fertig gestellt wurden.
Konzipiert wurde die Schau im Rahmen eines Wettbewerbs
zum Gestaltungspreis der Wüstenrot Stiftung 2012. Kooperationspartner
sind die Overbeck-Gesellschaft, das Architektur Forum Lübeck,
der Bund Deutscher Architekten Schleswig-Holstein und die Wüstenrot Stiftung.
 
 
 
Wohnquartier Altenhagener Weg in Hamburg; Springer Architekten, Berlin (Foto © Bernd Hiepe, Berlin)
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Susanne M. Winterling - Immersion in minor
06. April - 05. Juni
 
Die Ausstellung wurde bis zum 05. Juni verlängert!
 
Licht in seiner Materialität und Sehen in seiner Körperlichkeit  zu begreifen,
ist ein bestimmendes Prinzip dieser Ausstellung.
Sie beschäftigt sich analytisch, spielerisch und kritisch mit der
Vielschichtigkeit von Bildern. Bilder, filmisch, fotografisch, digital, materiell,
die auf unterschiedliche Weise ihre elementarste Entstehung thematisieren:
das Auftreffen von Licht auf einen Träger, eine Oberfläche. Dieser Vorgang
ist nur bedingt kontrollierbar uncd sein Ergebnis nie gänzlich voraussehbar. 
Immer bleibt etwas Rätselhaftes und Poetisches, das selbst ein
umfassendes Verständnis der physikalischen und chemischen Vorgänge
nicht entschlüsseln kann.
Es entstehen ungewohnte Korrespondenzen: Ein dokumentarisches
Foto der italienischen Frauenbewegung aus den Siebzigern,
das Glitzern des Aerogels, eines von der NASA entwickelten Materials,
der Tiefseeraum auf dem Touchscreen, ein schwarzes Loch.
Licht als Metapher - der Emanzipation, in der Science-Fiction Bilderwelt und
im Impressionismus. Ergänzend soll eine impressionistische Arbeit der
Lübecker Malerin Maria Slavona (1865-1931) gezeigt werden.
 
Susanne M Winterling (Jg. 1970) lebt und arbeitet in Berlin und Oslo.
 
 
Susanne M. Winterling, >>Aerogel auf Blau<< (aus der Serie >Material für den Raum des Lichts<), Acrylglas, 2013/2014
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Regionale 2 - von hier aus / from here on in
20. Juli - 07. September
Stipendiatinnen und Stipendiaten der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein 2011/12 und 2013
 
Mit der Ausrichtung der >Regionale 1<, der ersten Präsentation
schleswig-holsteinischer Landesstipendiatinnen und -stipendiaten
hat 2012 in der Overbeck-Gesellschaft in Lübeck eine
periodisch fortzusetzende Austellungsreihe ihren Anfang
genommen.
Zu der diesjährigen Neuauflage sind mit den Jahrgängen
drei, vier und fünf des seit 2011 durch die Kulturstiftung des
Landes getragenen Programms zur Förderung des regionalen
künstlerischen Nachwuchses 29 Arbeits- und Reisestipendiat(inn)en
aus den Bereichen bildende Kunst, Literatur, Musik und Theater
eingeladen, aktuelle Positionen und Strategien vorzustellen.
Dem interdisziplinären Austellungsprojekt stehen neben den Räumen
des Pavillons des Lübecker Kunstvereins auch der Außenbereich
und Teile des Museum Behnhaus Drägerhaus für eine Gruppenausstellung,
Veranstaltungen und zur Präsentation einer umfangreichen
Publikation offen.

Die >Regionale 2< beschreibt einen repräsentativen Querschnitt junger
Kunstproduktion in Schleswig-Holstein und bietet als Biennale einen
grundlegenden und kontinuierlichen Beitrag zu einem sich stetig und
von dem gemeinsamen geographischen Bezugspunkt aus
fortzuschreibenden Kunstdiskurs.


Antje Feger / Benjamin Stumpf, <<Under palm trees VIII>>, 2012
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Jochen Lempert
05. Oktober - 23. November
 
Jochen Lemperts Arbeiten balancieren auf dem schmalen Grat zwischen wissenschaftlicher und künstlerischer Wahrnehmung und manchmal lassen sie als filmische Referenz sogar an die Filme Alfred Hitchcocks denken. Eigenwillige Zusammenhänge und ungewöhnliche Kontexte lassen sich durch das breite Spektrum der Tier- und Pflanzenfotografie des Künstlers erschließen. Seine Motive begegnen ihm in der Natur, im Stadtraum, aber auch in naturkundlichen Museen. Er arbeitet mit Abbild und Täuschung, mit Strukturen und Analogien, mit Schein und Sein.
Die dadurch entstehenden leichten Irritationen sind es, die beim Betrachter eine kreative Aufmerksamkeit hervorrufen. Die Kunst Jochen Lemperts ist erfahrbar in Beidem – in jeder einzelnen seiner analog fotografierten und auf Barytpapier abgezogenen Schwarz-Weiß-Fotografien und ebenso in der Art und Weise der Präsentation seiner Fotos in einer Ausstellung oder einem Buch.
 
1958 in Moers geboren, lebt und arbeitet Jochen Lempert heute in Hamburg. Er studierte Biologie an der Universität in Bonn mit dem Schwerpunkt Insektenkunde. Gleichzeitig beschäftigte er sich mit experimenteller Filmforschung als Mitglied der Gruppe „Schmelzdahin“, die etwa 20 Kurzfilme produzierte. Seit den frühen 1990-er Jahren arbeitet er als Fotograf.
 In zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen waren seine Arbeiten seitdem international vertreten, u.a. im Museum Ludwig Köln, im Rochester Art Center Minneapolis und in Paris im Palais de Tokyo (kuratiert von Okwui Enwezor). Im Jahr 2005 war Jochen Lempert Träger des Edwin-Scharff-Preises der Freien und Hansestadt Hamburg.
 
 
Im Overbeck-Pavillon zeigt Jochen Lempert neben älteren auch Arbeiten, die erst nach seiner viel beachteten Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle 2013 entstanden sind.  

 

Jochen Lempert "Ginkgo" 2014

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Kuno Dannien - Reiseskizzen
06. Dezember 2014 - 11. Januar 2015
 
Die Ausstellung wurde bis zum 11. Januar verlängert!
 
Eine Persönlichkeit, die der Overbeck-Gesellschaft seit Jahrzehnten nahe steht
und wohl nur wenige ihrer Ausstellungen versäumt hat, ist der 1931 in Lübeck
geborene Architekt Kuno Dannien.
Ihm verdankt Lübeck neben vielen anderen öffentlichen und privaten Bauten
einige ihrer architektonischen Kleinode im Innern der bedeutendsten Baudenkmäler:
den Turmaufstieg und das Café in der Petrikirche, den Innenausbau der Holstenhalle
und die Pamir-Gedenkstätte in der Jacobikirche.  
Als leidenschaftlichen Zeichner sah man ihn auf vielen Kunstreisen. Die daraus
entstandenen Reiseskizzenbücher werden gemeinsam mit Fotografien einiger seiner
entworfenen Gebäude und einem Film, in dem Kuno Dannien über seine Werke spricht,
in dieser Ausstellung gezeigt.
In stilistisch ausdrucksstarken Zeichnungen und Aquarellen werden zwar überwiegend
architektonisch reizvolle Sehenswürdigkeiten und Alltagsszenen aus vielen europäischen
Ländern festgehalten, doch ebenso sind Portraits von Mitreisenden und
eine kleine Reihe von Selbstportraits entstanden.

 
 
Kuno Dannien, >>Chicago, Marinatower<< und >>Rom, San Ivo sapienza<<, aquarellierte Zeichnung, 1991/1994