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Jahresgaben 2016
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Mit der Präsentation von Jahresgaben in der Overbeck-
Gesellschaft wird zum einen das Angebot für Mitglieder
erweitert, Interesse für die Gegenwartskunst zu wecken.
Zum anderen wird die Möglichkeit geboten, Kunstwerke zu 
einem erschwinglichen Preis zu erwerben. Jeder Käufer einer
Jahresgabe fördert nicht nur Künstlerinnen und Künstler,
sondern unterstützt maßgeblich das Programm des Lübecker
Kunstvereins.

Der Hauptfokus bei der Auswahl liegt bei den Künstlerinnen und
Künstlern, die in dem angelaufenen Jahr an Ausstellungen in der
Overbeck-Gesellschaft beteiligt waren. Für das Jahr 2016 haben
Andrew Gilbert, Melissa Gordon, Almut Linde, Dan Perjovschi,
Stefan Pfeiffer, Sophie Schweighart, Joep van Liefland, sowie
Cornelius Völker Jahresgaben angefertigt.
 
Die Titel der Jahresgaben-Präsentationen werden einem Werk einer
der beteiligten Protagonisten entnommen. Der Titel der diesjährigen
Ausstellung bezieht sich auf die Arbeit The Hidden Universe (2016)
von Joep van Liefland.
 
Bitte besuchen Sie uns im Overbeck-Pavillon und schauen sich die
Arbeiten vor Ort an. Wir beraten Sie gern!
 
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Andrew Gilbert
geb. 1980 in Edinburgh, lebt und arbeitet in Berlin

Der schottische Künstler Andrew Gilbert kombiniert in seinen Papier-
arbeiten und raumgreifenden Installationen fiktive Situationen mit hist-
orischen Fakten. Anlass sind stets Begebenheiten aus den Zeiten des
Kolonialismus, vornehmlich des Britischen Empires, die in der Art seiner
Reflexion weit über den geschichtlichen Kontext hinausreichen, und deren
Konsequenzen bis heute schwer wiegen. Dabei untersucht er auch die
Aufarbeitung über jene Zeit in Filmen und Literatur. „Seine Methode ist die
Reinkarnation. Indem er im künstlerischen Schaffen in die Rolle eines
britischen Majors oder Generals schlüpft, sich fremde Identitäten ein-
verleibt und selbst als reale oder fiktive Gestalt auftritt, gelingt es ihm, die
Historie in die Gegenwart zu projizieren“ (Zdenek Felix). Visionen der Ver-
gangenheit und ihre Auswirkungen in der Gegenwart bleiben spürbar. In
diesem Kontext setzt sich der in Berlin lebende Künstler mit den Aus-
wirkungen der historischen Fakten in der Kunst auseinander, im Speziellen
mit den Expressionisten und deren Umgang mit dem so genannten Primitiv-
ismus. Andrew Gilbert wird mit dieser Schau erstmalig institutionell in einem
größeren Rahmen präsentiert. 
 
Ausstellungen (Auswahl): Overbeck-Gesellschaft, Lübeck / St. Petri zu Lübeck
(1916); Blank Projects, Kapstadt; Tate Gallery, London (2015); Künstlerhaus
Bethanien, Berlin (2014); Nanzuka, Tokio, Marta Herford (2013). 
 
 
 
Andrew Gilbert, The Three Golliwogs lynch the Brave Hussar, 2012,
Mischtechnik, 40 x 30 cm, Courtesy the artist
 
Preis (gerahmt) für Mitglieder: 1500 €, Preis für Nichtmitglieder: 2200 € 
  
 
Andrew Gilbert, Deutsch – Sued – West – Afrika, 2012, Mischtechnik, 62 x 48 cm,
Courtesy the artist
 
Preis (gerahmt) für Mitglieder: 2200 €, Preis für Nichtmitglieder: 3200 €
 


 
Andrew Gilbert, Good morning Andrew – your coffee is ready, 2013,
Mischtechnik, 40 x 30 cm, Courtesy the artist
 
Preis für Mitglieder: 1500 €, Preis (gerahmt) für Nichtmitglieder: 2200 € 
 
 
Andrew Gilbert, Exotic Lady with oriental umbrella, 2014, Mischtechnik, 100 x 48 cm,
Courtesy the artist
 
Preis (gerahmt) für Mitglieder: 3900 €, für Nichtmitglieder: 5600 € 
 
 
 
Andrew Gilbert, The Rose of Bagdad, 2015, Mischtechnik, 40 x 30 cm,
Courtesy the artist
 
Preis (gerahmt) für Mitglieder: 1500 €, Preis für Nichtmitglieder: 2200 € 
 
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Melissa Gordon
geb. 1981 in Boston, lebt und arbeitet in London

Melissa Gordons Jahresgaben aus der Gemälde-Serie Material
Evidence zeigen mimetische Abbildungen von unbeabsichtigten
Spuren – wie Farbkleckse, verschmierte Pinselstriche – wie man
sie an den Wänden, am Boden und anderen Oberflächen eines
Künstlerateliers findet. Sie vergrößert diese zufälligen Gesten,
zoomt hinein und sucht sich Ausschnitte, die sie dann als minutiöse
Malerei in Acryl auf Leinwand wiedergibt, und dabei Strich für Strich
ihre ursprünglich sorglosen, spontanen Gesten durch eine sorgsam
einstudierte Nachahmung ersetzt: ein routiniertes Vergnügen. In ihrer
Präsentation fungieren die Werke als Zeugen der Arbeit der Künstlerin
im Atelier; ein Effekt, der durch die unfertigen Galeriewände noch
unterstützt wird, die selbst eine Erinnerung an während der Produktion
und in der Ausstellungspraxis verwandte Technologien darstellen. Die
in horizontalen Reihen hängenden Gemälde stehen zueinander in
einer fotografischen Beziehung, als hätte man in einer Kamerafahrt
mechanisch die Informationen entlang einer Oberfläche registriert.
 
Ausstellungen (Auswahl): Overbeck-Gesellschaft, Lübeck; Vleeshal,
Middelburg (2016); South London Gallery (2015); Wiels Contemporary
Art Centre, Brüssel; Spike Island, Bristol (2013); Marianne Boesky
Gallery, New York (2012). 


 
Melissa Gordon, material evidance (table), Acryl auf Leinwand, 50 x 50 cm,
Courtesy the artist
 
Preis für Mitglieder: 2900 €, für Nichtmitglieder: 4200 €
 
 
 
Melissa Gordon, material evidance (wall), Acryl auf Leinwand, 50 x 50 cm,
Courtesy the artist
 
Preis für Mitglieder: 2900 €, für Nichtmitglieder: 4200 €  
 
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Almut Linde
geb. 1965 in Lübeck, lebt und arbeitet in Hamburg und Lübeck

In ihrer künstlerischen Arbeit untersucht die Künstlerin Almut Linde,
wie gesellschaftliche Prozesse die Welt formen und was das Handeln
des Individuums über die sozialen, psychologischen,ökonomischen
und politischen Zwänge der Strukturen enthüllt. Aus sozialen Ordnungs-
einheiten wie dem Militär oder der Industrieproduktion extrahiert Linde
signifikante Formen. Die Arbeit Serial Cuboid: The Beginning of Industrial-
ization besteht aus vier Klostersteinen aus einer Grabung in Lübeck, die
zu einem Quader übereinandergelegt sind. Die mittelalterlichen Kloster-
steine stellen eine der ersten seriellen Massenanfertigungen in der wirtschaft-
lichen Geschichte dar und stammen aus der Zeit als Lübeck die ökonomisch
und militärisch stärkste Stadt im Ostseeraum war. Anders als etwa die
seriellen gleichförmigen Ziegelsteine, die Carl Andre für die flachen geo-
metrischen Anordnungen seiner Skulpturen verwendete, sind die Kloster-
steine nur annähernd rechteckig. Jeder Quader weist minimale individuelle
Varianzen auf.

Ausstellungen (Auswahl): Kunstverein Ruhr, Essen (2015); Weserburg Museum
für moderne Kunst, Bremen (2014); Kunstpalais Erlangen (2014); Chapter,
Cardiff (2013); DA2. Domus Artium 2002, Salamanca (2013);
Overbeck-Gesellschaft, Lübeck (2012); Salzburger Kunstverein (2012). 
 
 
 
 
 
 
Almut Linde, Serial Cuboid: The Beginning of Industrialization, 2016, Quader aus
4 Lübecker Klostersteinen, ca. 20 x 28,5 x 28,5 cm; Bleistift auf Papier, 29,7 x 21 cm,
Auflage 4 + 2 AP, Courtesy the artist
 
Preis (gerahmt) für Mitglieder: 690 €, für Nichtmitglieder: 1.100 € 
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