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Ausstellungen 2007


Der neue Hang zur Skulptur wurde von den Kunstzeitschriften und Feuilletons im Herbst 2006 verkündet,
als das Ausstellungsprogramm der Overbeck-Gesellschaft für 2007 bereits feststand – Zufall oder nicht – mit dem Themenschwerpunkt:  Skulptur, Objekt, Installation. Drei Ausstellungen sind dazu geplant. Im Januar zeigen Berta Fischer (Berlin), Isa Melsheimer (Berlin) und Felix Schramm (Düsseldorf) wie selbstverständlich Künstlerinnen und Künstler heute auf die Errungenschaften der Kunst der 60er und 70er Jahre zurückgreifen, die die Skulptur als dekadent vom Sockel gehoben hatte.
Heute steht das gesamte kulturelle Archiv zur Verfügung und wird genutzt, von Berta Fischer und Felix Schramm mit einem postminimalistischen Ansatz, von Isa Melsheimer poetisch. Viele Arbeiten der Sommerausstellung »Sexy Mythos«, die von der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst in Berlin konzipiert wurde, lassen sich formal der Objektkunst oder der Installation zurechnen. Doch wird erkennbar, wie sehr die gestaltete Form eine Ausprägung der behandelten Thematik ist: Dem öffentlichen Bild vom Künstler und seinem Selbstbild.
Im Mittelpunkt der letzten Ausstellung 2007 stehen skulpturale  Miniaturen: Die Schmuckstücke von Karl Fritsch aus München. Schon seit zwanzig Jahren dekonstruiert er mit viel Witz die herkömmliche Schmuckgestaltung und befreit Ringe und Broschen von den Zwängen überkommener Handwerklichkeit.
Das programmatische Konzept wird von zwei Ausstellungen unterbrochen. Als Weiterführung des Schwerpunktthemas 2006 zeigt die Overbeck- Gesellschaft im Frühjahr »Malerei aus der Sammlung Falckenberg«. In dieser Ausstellung, einem der Höhepunkte des Jahres, werden etwa   zwanzig Kunstwerke von jungen, international bekannten Malerinnen und Malern präsentiert. Dafür danken wir dem Hamburger Kunstsammler Harald Falckenberg. Fotografie aus Finnland wird im Herbst vorgestellt. Arbeiten von fünf teilweise sehr jungen Fotograf/innen am Beginn ihrer Karriere, die   dem Moment des Unwirklichen und Unberechenbaren auf der Spur sind.
 
Wir erwarten Sie im Overbeck-Pavillon und wünschen Ihnen Anregendes,   Aufregendes, Unterhaltung und Freude!

Informationen zu den einzelnen Ausstellungen:

21. Januar - 4. März 2007 -     Einstellungen

1. April - 13. Mai 2007 -     "Full House"- Malerei aus der Sammlung Falkenberg

10. Juni - 22. Juli 2007 -     "Sexy Mythos"

19. August - 30. September 2007-     "Mapping the Unknown"

28. Oktober - 9. Dezember-      Karl Fritsch - Schmuck . Kunst im kleinen Format


Einstellungen

21. Januar – 4. März 2007

Skulpturen und Räume von Berta Fischer, Isa Melsheimer und Felix Schramm

Berta Fischers (Berlin) schwebende Inszenierungen aus federleichtem,farbigem Kunststoff lassen einen poetischen, bildhauerischen Ansatz erkennen.
In Isa Melsheimers (Berlin) Arbeiten siedelt sich in leeren Gebilden und unwirklichen Orten  geheimnisvolles Leben an. Diese Miniaturwelten erscheinen sowohl als Teile eines Ganzen als auch von ihm abgesondert. Felix Schramm (Düsseldorf) hält die Beziehung zwischen Skulptur und Raum offen. Er arbeitet mit flächigen, gebrochenen Baumaterialien, in die Malerei und akustische Elemente integriert sind. 

"Full House" - Malerei aus der Sammlung Falckenberg

1. April – 13. Mai 2007
Arbeiten von Hendrik Krawen, Jonathan Meese, Dirk Skreber, Ena Swansea, Robert Lucander u.a.
 
Ein Höhepunkt des diesjährigen Ausstellungsprogramms der Overbeck- Gesellschaft ist die Präsentation von etwa 35 Meisterwerken aktueller Malerei aus den umfangreichen Beständen des ambitionierten Hamburger Kunstsammlers Dr. Harald Falckenberg. Ausgestellt sind Arbeiten von so bedeutenden jungen Künstlern wie Jonathan Meese, Daniel Richter und Hendrik Krawen, die, aus Schleswig-Holstein stammend, heute international etabliert sind. Daneben behaupten sich die Arbeiten einer noch jüngeren Generation wie Ena Swansea, Robert Lucander, Anna Gudjonsdottir und Matthew Antezzo ebenso wie die großen Maler des zwanzigsten Jahrhunderts wie Martin Kippenberger, Donald Baechler, Werner Büttner und Paul Thek. In dieser Ausstellung kommt das breite Spektrum heutiger Malerei zum Tragen, das vom Figurativen zum Abstrakten, von der Narration zum Konzeptuellen reicht, wenn nicht von den Künstlerinnen und Künstlern der Versuch unternommen wird, allen diesen Vorformulierungen zu entkommen und jenseits davon andere Bildsprachen zu entwickeln.
Die Overbeck-Gesellschaft schätzt sich glücklich ihren Mitgliedern und kunstinteressierten Lübeckern eine so qualitativ hochrangige Ausstellung zeigen zu können. 

Sexy Mythos

10. Juni – 22. Juli 2007

Beteiligte Künstler/innen: Jean Le Gac, Christoph Girardet & Volker  
Schreiner, annette hollywood, Kai Kaljo, Martin Kippenberger, Tanja  
Ostojic, Mladen Stilinovic, Sibylle Zeh.

Wie stellt sich die Gesellschaft „den Künstler“ vor und wie sind die Reaktionen von Künstlern und Künstlerinnen selbst auf die Zerr- und Idealbilder, die über sie existieren? Wesentlich sind daran die Massenmedien beteiligt, vor allem Fernseh- und Kinofilme, die die Lebensgeschichten berühmter Maler klischeehaft aufbereiten, doch auch die Kunstgeschichte wirkte über die Konstruktion von Künstlerviten an der Mythenbildung mit. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von europäischen Gegenwartskünstler/innen, die sich dem Thema Selbst- und Fremdbild mit einer Vielfalt der künstlerischen Medien annähern – Plakat, Fotografie, Videofilm, Objektkunst.  


Mapping the Unknown

19. August – 30. September 2007
 
Fotografien von Anni Leppälä, Marja Pirilä, Ilkka Halso, Susanna Majuri und Janne Lehtinen
 
Fotografie aus Finnland hat sich seit einigen Jahren in der Kunstszene eine besondere Wertschätzung erobern können. Eine themenorientierte Auswahl von Fotografien  zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler zeigt diese Ausstellung. Trotz der Unterschiede in der Wahl des Motivs weisen diese Bilder Gemeinsamkeiten auf. In jedem dieser Fotos gibt es mehr oder weniger deutlich, Hinweise auf Unerklärliches, Unberechenbares, auf eine verborgene Geschichte.
Ob als futuristische Architekturen über reale Landschaftsaufnahmen gespannt, als Erzählungen über die Farbe Rot oder als Projektionen einer Camera obscura – die an der Ausstellung beteiligten Fotograf/innen Anni Leppälä, Marja Pirilä, Ilkka Halso, Susanna Majuri, und Janne Lethinen reagieren auf ihre eigene Wahrnehmung von Wirklichkeit nicht mit deren Abbildung, sondern mit deren Konstruktion und Simulation.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Kuratorin Ritva Röminger-Czako und der Photogalerie Hippolyte in Helsinki, welche  von dem finnischen Fotografenverband getragen wird.
Die Ausstellung wird unter anderem durch die Deutsch-Finnische Gesellschaft e.V. gefördert.
 

 
Karl Fritsch - Schmuck
Kunst im kleinen Fomat 
 
28. Oktober – 9. Dezember 2007
 
Karl Fritsch
Thomas Palme, Leiko Ikemura, Kara Walker, Arne Rautenberg, Suska Mackert und Andere
 
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen sehr besondere Kunstwerke, Goldschmiedearbeiten des 1963 in Sonthofen geborenen Künstlers Karl Fritsch. »Innovation kombiniert mit Unkonventionalität und Witz, ausgeführt in Unedlem und Edlem« so wird der Schmuck Karl Fritschs  beschrieben. Herausragende Bedeutung erhält sein Werk dadurch, dass er künstlerische Strategien der Konzeptkunst und der Dekonstruktion, die eher in der freien als in der angewandten Kunst verbreitet sind, im Schmuck etabliert hat. 2007 wurde ihm der renommierte Françoise-van-den-Bosch-Preis des Stedelijk Museums in s'Hertogenbosch verliehen. Ergänzt wird die Ausstellung durch kleinformatige Arbeiten von Thomas Palme, Leiko Ikemura, Kara Walker, Arne Rautenberg, Suska Mackert und Anderen, die inhaltlich in Beziehung gesetzt werden können zu den Werken von Karl Fritsch.