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Ausstellungen 2008

Informationen zu den einzelnen Ausstellungen:

20. Januar - 2. März 2008
Vincent Tavenne Ansicht einer Absicht – ou le spectateur comme acteur

30. März - 11. Mai 2008
Frauen Porträts

15. Juni - 27. Juli 2008
Multitasking – Synchronität als kulturelle Praxis

24. August - 5. Oktober 2008
Portrait of an Image

16. November 2008 - 18. Januar 2009
Ausstellung zum Overbeck – Preis für Bildende Kunst der Gemeinnützigen 2008


Menschen, also wir, unsere Wahrnehmungen, unsere Verhaltensweisen, unsere Bilder von uns selbst und von Anderen stehen im Mittelpunkt der Auseinandersetzung mit Gesellschaft. Zwar knüpft die erste Ausstellung mit Arbeiten des französischen Künstlers Vincent Tavenne an das Thema der dreidimensionalen Kunst an, das schwerpunktmäßig in 2007 gezeigt wurde, ihr besonderes Gewicht liegt jedoch auf der körperlichen Erfahrbarkeit und Wahrnehmbarkeit von Räumen und ihrer Gestaltung außerhalb und innerhalb der zeltartigen Gebilde, die den Pavillon füllen: »Le spectateur comme acteur« – der Betrachter als Akteur, als Schauspieler. Frauen als Porträtierte und meist auch als Porträtierende stehen im Zentrum von gleich zwei Ausstellungen, wobei das Umkreisen, Durchkreuzen und Scheitern der Suche nach der »wahren« Person oder dem »wahren« Gesicht, mit großer Vielschichtigkeit in Szene gesetzt wird. An der Gruppenausstellung »Frauen Porträts« sind Künstlerinnen und Künstler aus mehreren europäischen Ländern beteiligt, die mit den unterschiedlichsten Medien wie Malerei, Zeichnung, Fotografie, Skulptur und Text arbeiten. Eine Zuspitzung erfährt diese Thematik in der Herbstausstellung durch das Prinzip der seriellen Porträtfotografie. Die dazwischen liegende Sommerausstellung »Multitasking« thematisiert das oft zu beobachtende Verhaltensphänomen, dass sich Menschen immer häufiger mit mehreren Dingen gleichzeitig beschäftigen. Es wird die Frage gestellt nach den technischen, sozialen und psychischen Folgen der zunehmenden Beschleunigung und Verdichtung von Informations-, Entscheidungs- und Handlungsprozessen im modernen, mediengestützten Alltag. Die letzte Ausstellung des Jahres ist der Verleihung des »Overbeck-Preises für Bildende Kunst der Gemeinnützigen 2008« vorbehalten. Er umfasst, neben einem Preisgeld von 5000 Euro eine Einzelausstellung in der Overbeck- Gesellschaft. Der oder die durch eine Jury ermittelte Preisträger/in wird im Laufe des Jahres bekannt gegeben. (Diese Ausstellung findet vorbehaltlich der Auslobung des Preises durch die Gemeinnützige statt.)
 
Wir erwarten Sie im Overbeck-Pavillon und wünschen Ihnen Anregendes,   Aufregendes, Unterhaltung und Freude!


Vincent Tavenne

Ansicht einer Absicht – ou le spectateur comme acteur

20. Januar – 2. März 2008
 

In seiner Ausstellung zeigt der 1961 in Frankreich geborene und in Berlin lebende Künstler Vincent Tavenne einige seiner textilen Skulpturen und Vitrinen. Einer der wichtigsten Aspekte seiner großformatigen Arbeiten ist die direkte, sinnliche Erfahrung der Betrachtenden. Spiegelungen machen sie zum Teil des Gesehenen, das Betreten der zeltartigen Skulpturen gewährt haptische und visuelle Erlebnisse. Zugang zu den Ausstellungsräumen bietet eine Bühnensituation, die durchquert werden muß und durch deren Kulisse die Besucher beim Verlassen wieder als Schauspieler eines imaginären Dramas auftauchen.

Frauen Porträts

30. März – 11. Mai 2008
 
 
Beteiligte KünstlerInnen: Robert Barta, Michaël Borremans, A K Dolven, Caroline von Grone, Volker Lang, Paula Muhr, Albrecht Schnider, Jenny Scobel, Santeri Tuori und andere.
 

Künstlerinnen und Künstler setzen sich heute in sehr differenzierter Weise mit dem weiblichen Porträt auseinander. In dieser Ausstellung sollen insbesondere solche Werke gezeigt werden, die die traditionellen Konnotationen in der Darstellung von Frauen in der Kunst wie Erotik und Sexualität, Altern und Vergänglichkeit von Schönheit, Identitätsbildung und Ähnliches zwar aufnehmen, sie jedoch in zeitgenössischer künstlerischer Auffassung unterlaufen, ironisieren, radikalisieren oder als Fragestellung an die Betrachterinnen und Betrachter zurück verweisen.

Multitasking - Synchronität als kulturelle Praxis

15. Juni – 27. Juli 2008
 
Beteiligte KünstlerInnen: Cory Arcangel, Peter Fischli /David Weiss, Irène Hug, Bernadette Klausberger/Jana Krause/Hannah Stracke, Constantin Luser, Warren Neidich, Yves Netzhammer, Stefan Panhans, Adrian Piper, Bill Shackelford, Lars Siltberg, Lars Tunbjörk, Marius Watz / Christine Wolfe.

 
»Multitasking« beschäftigt sich mit dem Phänomen, dass Menschen zunehmend häufiger mehrere Dinge gleichzeitig tun. Diese Verhaltensweise ist oft scharfer Kritik ausgesetzt und wird eher als notwendiges Übel, denn als erstrebenswerter Zustand betrachtet. Andererseits finden sich Indizien für eine steigende Attraktivität und Popularität von Multitasking als Lifestyle. Die ausgestellten Werke machen die tiefgreifenden Veränderungen in Ökonomie, Medien und Gesellschaft erfahrbar.
Dieses Projekt basiert auf einer Ausstellung der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin 2007
 
Kuratiert von: Marlen Ebert, Jana Hyner, Jan Ketz, Susanne Köhler, Barbara Lauterbach, Anke Ulrich 


Portrait of an Image

24. August – 5. Oktober 2008
 
 
Die amerikanische Künstlerin Roni Horn hat mit ihren zahlreichen Serien von Fotografien und Zeichnungen, Objekten, Skulpturen und Videos internationale Bedeutung erlangt. Sie lebt abwechselnd in New York und auf Island. In Ihren Arbeiten beschäftigt Sie sich unter anderem mit Aspekten der Verwandlung, dem Zerfall und der Undurchschaubarkeit vermeintlich stabiler Identitäten.
Die Overbeck-Gesellschaft zeigt ihre Arbeit „Portrait of an Image“.
In einer 100 -teiligen Fotoserie hat Roni Horn das Gesicht der französischen Film- und Theaterschauspielerin Isabelle Huppert immer wieder fotografiert und damit die unglaublich vielschichtigen Ausdrucksmöglichkeiten dieser Frau eingefangen.
In jeweils aus 5 Bildern zusammengesetzten Sequenzen scheint so ein detailreiches Psychogramm entstanden zu sein, das der Erwartungshaltung der Betrachtenden Vorschub leistet, etwas über die private Person Isabelle Huppert zu erfahren.
Doch was ist wahr und was ist Pose im Gesicht dieser Frau, die uns aus so vielen Filmrollen bekannt ist?
Diese Ausstellung wird von einem umfangreichen Begleitprogramm ergänzt, in dem Filme und Filmausschnitte mit Isabelle Huppert gezeigt werden.
Ein Sommer Café im Garten lädt bei schönem Wetter zum Genießen und Blättern in Katalogen und Zeitschriften zum Thema Porträt ein.

 
Ausstellung zum Overbeck-Preis für Bildende Kunst der Gemeinützigen 2008
 
16. November 2008 –  18. Januar 2009
Eröffnung und Preisverleihung:          Sonntag, den 16. November, 17 Uhr
Der alle drei Jahre von der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit ausgelobte Preis ist mit 5000 Euro dotiert und mit einer Einzelausstellung in den Räumen der Overbeck- Gesellschaft verbunden. Eine hochkarätig besetzte Jury ermittelt den Preisträger oder die Preisträgerin.
Die Jury (v.r.nl.):
 
Dr. Yilmaz Dziewior
(Direktor des Hamburger KV)
Anne Berning
(Künstlerin/Professorin)
Ute Friederike Jürß
(Videokünstlerin)
Dr. Thorsten Rodiek
(Direktor Museums für Kunst und Kulturgeschichte Lübeck)
Christian Kroeger
(Vertreter d. Gemeinnützigen)
Wolf Jahn
(Hamburger Kunstkritiker)
Marlies Behm
(Künstlerische Leiterin der Overbeck-Gesellschaft) 
Die Verleihung des Preises wird zeitgleich mit der Eröffnung einer Einzelausstellung der Werke Michaël Borremans im Pavillon der Overbeck-Gesellschaft am 16. November 2008 stattfinden.

          
 Michaël Borremans - (v.l.n.r.) The German, 2002, 50,0 x 42,0 cm /  Thunder , 2006, 36,0 x 34,5 cm / The Skirt, 2005, 60,0 x 70,0 cm (Courtesy Zeno X Gallery)
 
Einstimmig wurde der 1963 in Geraardsbergen  geborene und in Gent lebende belgische Künstler Michaël Borremanns nominiert. Er ist einer der bedeutendsten europäischen Maler seiner Generation, Zeichnungen und Filme sind weitere Werkkomplexe. Internationale Bekanntheit erlangte er durch die Teilnahme an der Manifesta 5, 2004 in San Sebastian (Spanien) und an der Berlin Biennale 2006. Michaël Borremans Ölbilder bestechen durch eine fast altmeisterliche, virtuose Maltechnik, die sensibel mit feinsten Farbabstufungen operiert. Mit einer vorsätzlich beschränkten Palette aus dunklen, cremefarbenen und grauen Tönen gelingen ihm Bilder, die sich dem Betrachter nicht sofort erschliessen, die aber stets auch das Medium der Malerei in seiner Bedeutung am Beginn des 21. Jahrhunderts reflektieren und auf zeitlich frühere kunsthistorische Epochen, wie etwa den Surrealismus, rekurrieren.
Borremans Sujets sind in der Vergangenheit angesiedelt, in der Welt seiner Eltern- und Großelterngeneration und basieren auf Abbildungen in Zeitungen, Illustrierten oder in wissenschaftlichen Fachbüchern der 30er und 40er Jahre. Häufig treten Männer und Frauen auf, einzeln oder in kleinen Gruppen, die diese Zeit in ihrer Kleidung und Haartracht wieder spiegeln. Dabei werden sie, fast voyeuristisch, bei der Ausführung nicht deutlich erkennbarer Tätigkeiten beobachtet, die sie vollständig von ihrer Umgebung isolieren, sie erscheinen allein auf sich selbst bezogen. Narrative Elemente, die Erklärungen liefern könnten, fehlen, eindeutige Wahrheiten werden verweigert. Das, was diese Bilder als Wahrheit vermitteln, ist, dass es diese nicht gibt.