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Ausstellungen 2009

Informationen zu den einzelnen Ausstellungen:
 

15. Februar - 29.  März 2009

Henning Kles | "Soylent Park"

 

26. April - 7. Juni


Kontrastreich beginnt das Jahr. Im Januar noch die altmeisterlich gemalten Kabinettstücke Michael Borremans, des Overbeck-Preisträgers 2008, im Februar Henning Kles' Großstadtszenarien, großformatige Bilder, die eindrucksvoll eine düstere Realität spiegeln, die sozialen Ränder unserer Gesellschaft. Unter dem Begriff eines »zeitgenössischen Formalismus« lassen sich zwei Ausstellungen - die eine im April, die andere im September - zusammenfassen, die der Frage nachgehen, weichen Stellenwert die Idee der ästhetischen Autonomie heute in der Kunst einnimmt im Zusammenwirken mit konzeptuellen und gesellschaftlichen Inhalten. Dazu gehören einmal die raumgreifenden Zeichnungen des jungen, viel beachteten Philip Loersch, der, durch Linien, die aus dem Zeichengrund geschnitten wurden, physikalische Denkmodelle in die Kunst transferiert und zum anderen die mehrteiligen Ensembles Dirk Stewens, der 2008 für den Overbeck-Preis vorgeschlagen worden war. Auch er gewinnt seine ästhetischen Formfindungen mit ihren poetischen und sozialen Inhalten allein aus der Materialität der verwendeten Dinge und ihrer beziehungsreichen Anordnung. Kennzeichen beider Ausstellungen ist eine besondere Konzeption, abgestimmt auf die Architektur des Overbeck-Pavillons. Dazwischen, als Pendant zur Schau der Frauenporträts im letzten Jahr, liegt die Sommerausstellung, in der das Thema der Familienkonstellationen aufgriffen wird. Filmvorführungen, Lesungen und thematische Führungen, die historische Familienbilder des Behnhauses einbeziehen, ergänzen die Auseinandersetzung. Einen Höhepunkt an Kommunikation bietet die letzte Ausstellung des Jahres. Sie macht den Pavillon tatsächlich zu einem Treffpunkt für alle, die an aktueller freier und angewandter Kunst und an künstlerischen Büchern Freude haben.


Wir erwarten Sie und wünschen Ihnen ein anregendes und aufregendes Jahr in Ihrem Kunstverein!

 
Wir erwarten Sie im Overbeck-Pavillon und wünschen Ihnen Anregendes,   Aufregendes, Unterhaltung und Freude!



Henning Kles | "Soylent Park"
 
15. Februar 2009  –  29. März 2009
Die Overbeck-Gesellschaft eröffnet ihr Ausstellungsprogramm 2009 mit einer umfangreichen Ausstellung neuer Arbeiten des Hamburger Künstlers Henning Kles vom 15. Februar bis 29. März 2009.
Die Bildinhalte, die die Malerei des Hamburger Künstlers Henning Kles bestimmen, sind Filterungen des Materials, das ihn in Form von Literatur, Fernsehen, Film und Tagespresse umgibt. Durch die Realität in Deutschland geprägt entsteht ein Blick auf großstädtische Randzonen voll Kälte und sozialer Isolation. Die Menschen auf diesen Bildern leben auf der Schattenseite und dennoch schafft das Nebeneinander von Hinterhof und Bürohochhausarchitektur idyllische Nischen mit verwahrlosten Tieren und aufgegebenen Gegenständen, die zeichenhaft offen oder als Metaphern dazu auffordern, sie zu Geschichten zusammenzufügen.
Die reduzierte Farbigkeit dieser neuen Bilder verweißt auf das Scharz/Weiß der Dokumentarfotografie und betont eine grafische Konstruktion, doch die sensibel ausdifferenzieren Grauwerte führen zu einer Intensivierung des malerischen.

Henning Kles, Jahrgang 1970, hat bildende Kunst studiert. Dies lässt sich in seinem Werk ablesen. 2005 hat er sein Studium der Freien Kunst an der Hochschule für Bildende Kunst in Hamburg abgeschlossen. Neben der Ausbildung bei Werner Büttner und Olav Christopher Jenssen studierte er auch bei den Gastprofessoren Daniel Richter und Tal R.

    
O.T.(alltheyoungdudes)2008                 T.f.t.T. 2008                                 
230x200cm                                              30x24cm   
Öl und Sprühlack auf Leinwand              Öl und Sprühlack auf Leinwand
 
Führungen im Gespräch:
Samstag, den 21. Februar, 16 Uhr mit Moritz Riesinger.
Sonntag, den 1. März, 16 Uhr mit Henning Kles und Marlies Behm.
Samstag, den 7. März, 16 Uhr mit Moritz Riesinger.
Samstag, den 21. März, 16 Uhr mit Moritz Riesinger.
Sonntag, den 29. März, 16 Uhr mit Marlies Behm.

Ausstellung:                                                 15. Februar 2009  –  29. März 2009
Eröffnung:                                                     Sonntag, den 15 Februar, 17 Uhr
Öffnungszeiten:                                            Di.- So. 11 - 17 Uhr  


Philip Loersch | "Eine schöne Menge Symmetrie"
 
26. April - 7. Juni
 








 
 
 
Ausstellungsansicht
Der künstlerische Ansatz von Philip Loersch (*1980 in Aachen, lebt in Berlin) beruht auf der Untersuchung einer etwaigen Anwendbarkeit physikalischer Gesetze auf gezeichnete Linien. Von der einfachen Zeichnung bis zu den dreidimensionalen Cut-Outs im Raum, die sich zu filigranen, komplexen Gebilden ausdehnen, nehmen diese Linien organische Verhaltensmuster an: Sie strukturieren sich zu plastischen Bündeln, Schwärmen oder Wolkenformationen. In der im Overbeck-Pavillon gezeigten Installation überlagern sich Wandarbeiten mit Raumgebilden und führen zu einer Aufhebung der herkömmlichen Unterscheidung von Abstraktion und Figuration, wissenschaftlicher Darstellung, poetischer Skizze oder zufällig entstandener Gebrauchsspur.


"Die Familie hält sich zurück"
 
5. Juli - 16. August

Heike Ollertz - "Familie Müller"
In den Medien wird heute vielfach der Rückbezug der Einzelnen auf »die Familie« beschworen und damit ein hierauf bezogener Wertewandel konstatiert. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Fotografien, Videofilmen, Zeichnungen und Installationen, in denen sich Künstlerinnen und Künstler mit den unterschiedlichsten Facetten dieses Themas auseinandersetzen, schonungslos und doch respektvoll. In ihren Arbeiten werden zwar die menschlichen Sehnsüchte nach Nähe, Glück und Geborgenheit reflektiert, jedoch im realen Spannungsfeld der gelebten Beziehungen verortet und dort reduziert sich dann Leben auf Wohnen, familiäre Hierarchien und Generationskonflikte entstehen, Lebensbedingungen ändern sich radikal, Familiengeschichte wird de- und konstruiert.


Dirk Stewen | »Neue Arbeiten« 
 
13. September - 25. Oktober

Dirk Stewen - "o.T."
Die fragilen Collagen, Fotografien, Zeichnungen und Aquarelle des in Hamburg lebenden Dirk Stewen (*1972 in Dortmund) werden meist zu Ensembles zusammengeführt. Sie sprechen eine brüchige, feinsinnige Sprache, sind teilweise unaufdringlich frivol und entwickeln eine eigene Aura. Materialien mit der Patina einer vergangenen Zeit und neue, industriell gefertigte Gegenstände stehen nebeneinander - Seiten aus alten Kunstsammelmappen, Konfetti und Luftschlangen, ein Metallring aus dem Sex Toy Bereich und farbige Garne auf schwarzem Karton vernäht, deren Enden als feine Linien herunterhängen. Die Konnotation der Dinge und die Haptik der Oberflächen vermitteln Berührungen mit Unbewusstem und erinnern an Momente höchster Empfindsamkeit.


"Kunst im kleinen Format 2009" 
 
22. November - 20. Dezember

Ausstellungsansicht - "Kunst im kleinen Format"
Traditionsgemäß bietet die Overbeck-Gesellschaft alle zwei Jahre Kunstwerke zum Kauf an, die uns Künstlerinnen und Künstler zu besonders günstigen Konditionen zur Verfügung stellen. In diesem Jahr wird daraus ein besonderes Ereignis: Für Kunst im kleinen Format zum Schauen, Stöbern und Kaufen, zum Kennen lernen und Austausch mit den Beteiligten öffnet sich der Pavillon als vorweihnachtlicher Treffpunkt für alle Kunstinteressierten. Aus vielen Bereichen der freien und angewandten Kunst - Malerei, Grafik, Zeichnung, Buchkunst, Schmuck und Keramik sollen ausgesuchte Arbeiten präsentiert werden, wobei der Vorstand, der Beirat und die in der Overbeck-Gesellschaft tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam vorschlagen, auswählen und die Ausstellung gestalten.