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Strawalde

geb. 1931 in Frankenberg, lebt und arbeitet in Berlin

»Meine Malerei würde ich nie als ›abstrakt‹ bezeichnen«, äußert der als Jürgen Böttcher geborene Künstler Strawalde. »Meine Zeichnungen, Blätter und Bilder ›beschwören‹ wohl frei assoziative Räume, dabei gibt es aber die Sinnlichkeit des Stofflichen, und die ist nicht abstrakt, eher entschieden begrifflich. Es hat viel mit Erde, Haut und Haar, mit Stein und Himmel zu tun, auch wenn es scheinbar nichts Deutliches erzählt.« Das künstlerische Schaffen des Filmemachers und Malers Strawalde ist exemplarisches Beispiel hinsichtlich der Diskussionen über die vor 1989 im Osten Deutschlands entstandene Kunst, bei denen es meist um deren gesellschaftlichen, kulturellen, politischen oder sozialen Kontext geht. Nur selten wird die Einsicht behandelt, dass die Kunst kraft der Imagination die erlebte Wirklichkeit um poetische und philosophische Dimensionen erweitert, solchen, die aus den Werken selbst erwachsen und jene Tiefe menschlichen Seins ahnen lassen, die das Eigentliche ausmacht. Zudem werden oft die Jahre nach 1989 ausgeblendet, obwohl diese, wie bei Strawalde, zu den interessanten Schaffensphasen zählen, weil hier grundlegend verschiedene Erfahrungen vergleichbar sind, in denen Gegenwart und Vergangenheit zusammenkommen.

Ausstellungen (Auswahl)

2018: Overbeck-Gesellschaft, Lübeck
2012: Lindenau-Museum, Altenberg
2009: Kunstsammlung Neubrandenburg
2007: Kunsthalle Darmstadt
2004: Bundeskunsthalle Bonn
2003: Neue Nationalgalerie Berlin



Preis
Mitglieder: 950 €
Für Nichtmitglieder: 1.200 €
Bestell-Nr. S 04
Bestell-Nr. S 04

Strawalde
Ohne Titel (19.X.)
2012
Tusche auf Papier
46 x 61 cm

Gerahmt

Preis
Mitglieder: 950 €
Für Nichtmitglieder: 1.200 €